SPD-Fraktion sagt Autokauf-Werbern den Kampf an

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Wer kennt das nicht: Immer wieder werden Autofahrer mit Werbekarten von Autokäufern belästigt. Wer an sein geparktes Auto kommt, findet oft eine Werbekarte im Vistenkartenformat unter dem Türgriff, an den Scheibenwischern, an Seitenspiegeln oder an die Seitenscheibe geklemmt. Im ersten wütenden Moment werfen die meisten Autofahrer genervt die Karte auf die Straße und verschmutzen sie damit. Was viele nicht wissen: Diese Form der Werbung ist nicht erlaubt.

 

Eine Kleine Anfrage des SPD-Bezirksverordneten und Vorsitzenden des Umweltausschusses, Peter Durinke, ergab nun: Das Anstecken oder anderweitige Anbringen von Werbung an Autos wird vom Bezirksamt schon allein deshalb nicht erlaubt, weil die entsprechende Beseitigung der zu erwartenden Verschmutzung nicht gewährleistet ist. Das Bezirksamt hält diese Verteilart grundsätzlich nicht für erlaubnisfähig. Das Bezirksamt wird deshalb keine Sondernutzungserlaubnis an Autoaufkäufer zur "Visitenkartenwerbung" im öffentlichen Straßenland erteilen.

 

"Das Verteilen dieser Werbekarten von Autoaufkäufern nervt nicht nur die Autofahrer, sondern verschmutzt die Straßen des Bezirks. Die Verteiler dieser Karten und die dahinter stehenden Unternehmen sollten deshalb künftig verstärkt abgemahnt und mit Bußgeld bestraft werden", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Oliver Igel.

 

Autofahrerinnen und Autofahrer, die solche Karten an ihren Fahrzeugen finden, sollten diese Karten nicht achtlos wegwerfen, sondern die darauf befindlichen Kontaktdaten an das bezirkliche Ordnungsamt melden, damit vom Bezirksamt Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Unternehmen eingeleitet werden können.

 

"Das Bezirksamt kann jedoch nur bei geparkten Autos auf öffentlichem Straßenland tätig werden, da hier dann eine nicht genehmigte Sondernutzung vorliegt. Anders verhält es sich bei Privatparkplätzen, zum Beispiel von Wohnungsunternehmen. Die Wohnungsgesellschaften oder andere Privateigentümer von Parkplätzen sollten auf ihren Flächen die Verteilung dieser Werbekarten untersagen und ggf. Hausverbote gegen die Werber aussprechen", empfiehlt der SPD-Bezirksverordnete Peter Durinke.

 

 

Bei Nachfragen:

Oliver Igel, Fraktionsvorsitzender

Mobil: 0175/410 51 29

 

Peter Durinke, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Grünflächen und Immobilienwirtschaft

Mobil: 0177/6031302