Pünktlich kurz vor dem Weihnachtsfest erreichte die SPD-Fraktion die Nachricht, dass die Treptow-Köpenicker Sozialstadträtin Ines Feierabend (Linke) kurzfristig die Außenstelle des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes in Altglienicke schließen wolle. Eine Information der BVV und der Öffentlichkeit erfolgte darüber nicht.
„Gerade im kinderreichen und sozial schwachen Neubauviertel Altglienicke ist es erforderlich, mit einer Außenstelle des KJGD vor Ort zu sein. Es muss gemeinsam mit den Fachausschüssen Soziales und Gesundheit sowie Jugendhilfe eruiert werden, welche Konsequenzen die Verlagerung des KJGD in Bezug auf den Kinderschutz und die Kinder- und Jugendgesundheit hätte. Es ist zu befürchten, dass gerade durch die Schließung eines Standortes sozial schwaches Klientel nicht mehr erreicht wird. Durch das Bezirksamt ist daher nicht nur die Verlagerung des Standortes bekannt zu geben, vielmehr sind durch die Fachausschüsse alle Standorte des KJGD in Ganzen zu betrachten“, sagte der jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Alexander Freier.
Die SPD-Fraktion brachte daraufhin einen dringlichen Antrag in die BVV, womit das Bezirksamt aufgefordert wurde, die Entscheidung, die Außenstelle des KJGD in Altglienicke aufzugeben, zu verschieben, um gemeinsam mit den Fachausschüssen zu beraten, welche Standorte auch unter dem Aspekt Kinderschutz aufrechterhalten werden müssten. Der Antrag wurde noch in der BVV im Dezember beschlossen. „Die SPD-Fraktion hat damit für diese Einrichtung in Altglienicke einen Aufschub erreicht. Es ist ungeheuerlich, dass die Sozialstadträtin hinter dem Rücken der BVV den Dienst ausgerechnet in Altglienicke aufgeben wollte“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Oliver Igel.
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