SPD-Fraktion bedauert außerordentlich die Schließung der Berliner Bürgerbräu GmbH
Pressemitteilung als PDF
Die Berliner Bürgerbräu GmbH in Friedrichshagen ist bisher nicht nur die älteste bestehende Brauerei in Berlin, sondern auch die einzige Berliner Brauerei im Privatbesitz und unabhängig von Brauereikonzernen. Jetzt soll nach Medienberichten die Brauerei zum 1. März 2010 geschlossen werden. Die Namensrechte wurden von der Inhaberfamilie offenbar bereits an einen großen Brauereikonzern verkauft.
„Die plötzliche Schließung eines so traditionsreichen mittelständischen Familienunternehmens in Treptow-Köpenick ist nicht nur für den Bezirk, sondern für ganz Berlin ein schwerer Schlag. Nach der Privatisierung des Unternehmens zu Beginn der 1990er Jahre hatte die neue Inhaberfamilie mit großem persönlichen Engagement für fast zwei Jahrzehnte der Berliner Bürgerbräu einen festen Platz auf dem regionalen Biermarkt gesichert. Auch international fanden die Bierspezialitäten aus Friedrichshagen in den letzten Jahren einen zunehmenden Zuspruch. Noch im November hatte der Ausschuss für Kultur, Wirtschaftsförderung und Tourismus der BVV Treptow-Köpenick die Brauerei besichtigt“, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Kolja Bartsch.
Umso bedauerlicher kommt jetzt die schnelle Schließung der Berliner Bürgerbräu GmbH. Mit ihr wird eine weitere Brauerei in Deutschland Opfer der Konsolidierungswelle in der deutschen Brauereiwirtschaft. Insbesondere der seit Jahren anhaltende allgemeine Rückgang des Bierkonsums in Deutschland hat zu einer beispielslosen Konzentrationswelle in der Brauwirtschaft geführt. Gerade lokale und regionale Anbieter von Bier – so auch die Berliner Bürgerbräu GmbH - haben im hart umkämpften Biermarkt, der immer mehr über den Preis ausgefochten wird, gegen die großen nationalen und internationalen Brauereikonzerne immer weniger Chancen auf ein eigenständiges Überleben.
„Jetzt müssen in einer gemeinsamen Kraftanstrengung den vor der Entlassung stehenden Mitarbeitern der Brauerei Perspektiven aufgezeigt werden. Auch die Frage, was mit dem bisherigen Brauereigelände passiert, bedarf einer gemeinschaftlichen Lösung“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Oliver Igel.
Kontakt:
Oliver Igel, Fraktionsvorsitzender
Telefon: 0175/4105129
Kolja Bartsch, Wirtschaftspolitischer Sprecher
Telefon: 0160/97636837