Mit der Freien Förderung ermöglichen die Jobcenter zusätzlich maßgeschneiderte Projekte für Langzeitarbeitslose. Sie können dafür bis zu zehn Prozent des Eingliederungstitels verausgaben – je nach möglichen vorhandenen Angeboten von Träger-Projekten oder anderen Ideen im Jobcenter. Die Möglichkeiten der Freien Förderung sind inzwischen nicht mehr zeitlich begrenzt, sondern stehen als dauerhaftes Instrument zur Verfügung. Es ermöglicht den Fallmanagerinnen und Fallmanagern nach neuen Lösungen für den Arbeitssuchenden und die Arbeitssuchende zu suchen und sie auch zu finanzieren.
Die SPD-Fraktion in der BVV Treptow-Köpenick hatte sich mit einem Antrag in der BVV dafür eingesetzt, die neuen Möglichkeiten der Freien Förderung für Arbeitssuchende voll auszuschöpfen. Die BVV hat den SPD-Antrag beschlossen, das Bezirksamt hat nun über die Umsetzung berichtet. Demnach hat sich das Bezirksamt für die volle Ausschöpfung der Freien Förderung eingesetzt. Ein bisher in Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg eingesetztes Modellprojekt wird nun in Treptow-Köpenick begonnen. Zielgruppe sind Jugendliche bis 25 Jahren, die in den Arbeitsmarkt oder in eine Ausbildung integriert werden sollen. Sie werden von einem Träger durch Erstberatung, Kompetenzfeststellung und Ermittlung eines realistischen Beschäftigungsziels betreut. Es schließt sich eine "Betriebsphase" in einem Unternehmen an. Ziel ist es, dass die Jugendlichen ein Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnis erhalten.
„Es ist ein großer Erfolg für arbeitssuchende
Jugendliche, dass dieser SPD-Antrag umgesetzt werden konnte. Sie werden
individuell gefördert und haben eine große Chance, eine Ausbildung oder eine
sozialversicherungspflichtige Arbeit zu erhalten. Die Freie Förderung ist dafür
das richtige Instrument und sollte weiter so genutzt werden“, sagte der
SPD-Fraktionsvorsitzende Oliver Igel, der den BVV-Antrag initiiert hatte.
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