Die Berliner Mauer - Ein Bauwerk, das nie akzeptiert wurde

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Zum 48. Mal jährt sich in diesem Jahr der Mauerbau. Am 13. August 1961 wurde damit begonnen, West-Berlin durch eine Mauer zu umschließen. Weitere Fluchten von Ost nach West sollten damit verhindert werden. "Die Geschichte des Mauerbaus zeigt, dass die Menschen in der DDR diese Hürde, dieses Bauwerk nie akzeptiert haben und sich nicht davon abschrecken ließen, den Weg in die Freiheit zu suchen und die Mauer zu überwinden. Wir nehmen diesen Jahrestag des Mauerbaus zum Anlass an all diejenigen zu erinnern, die bei Fluchtversuchen von Ost nach West von Grenzsoldaten oder Polizisten an der Mauer erschossen wurden oder ertranken. Wir wollen aber auch an diejenigen erinnern, deren Fluchtversuch daran scheiterte, dass sie festgenommen wurden und über Jahre in DDR-Gefängnissen sitzen mussten", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende in der BVV Treptow-Köpenick, Oliver Igel.

 

"Treptow-Köpenick, der Bezirk in Berlin mit dem längsten Mauerabschnitt ist hier besonders in der Verantwortung, an die Maueropfer zu erinnern. In diesem Jahr, in dem sich zum 20. Mal der Jahrestag der friedlichen Revolution jährt wird besonders deutlich, dass die Menschen in der DDR über Jahrzehnte dieses Bauwerk nicht akzeptiert haben und es ihnen mit friedlichen Mitteln gelungen ist, die Mauer zu Fall zu bringen. Mit dem Mauerbau war der Widerstand in der DDR nicht beendet. Er begann nur von Neuem und fand seinen Höhepunkt in der Ausreisebewegung im Sommer 1989 und in den friedlichen Protestdemonstrationen im Herbst vor 20 Jahren", sagte Igel.

"Es freut mich besonders, dass auf Beschluss der BVV Treptow-Köpenick anlässlich des Jahrestages des Mauerbaus in Altglienicke eine Straße nach einem Maueropfer benannt wird. Um 15 Uhr wird die Straße 174 in Lutz-Schmidt-Straße benannt. Lutz Schmidt, ein aus Zittau stammender Radrennsportler wurde nur 24 Jahre alt, als er 1987 durch zwei Schüsse tödlich getroffen an eben diesem Ort bei seinem Fluchtversuch starb. Es ist erst die zweite Straßenbenennung in Berlin nach einem Maueropfer nach der Günter-Litfin-Straße in Weißensee. Es ist allerdings die bisher einzige Straßenbenennung nach einem Maueropfer am authentischen Ort in Berlin", sagte Oliver Igel.