"20 Jahre Friedliche Revolution: Mehr als nur der Mauerfall"

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Anlässlich der Friedlichen Revolution in der DDR vor 20 Jahren erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Oliver Igel:

"Vor 20 Jahren gingen wochenlang hunderttausende Menschen in der DDR auf die Straßen, um Grundrechte wie Meinungsfreiheit, freie Wahlen und Reisefreiheit von der DDR-Regierung einzufordern. Auch in Treptow und Köpenick erhofften sich die Menschen grundlegende Veränderungen. Die friedliche Protestbewegung aus allen Teilen der DDR-Bevölkerung im Herbst 1989 hat nicht nur das Ende der SED-Diktatur herbeigeführt, sondern eine Demokratisierung des Landes ermöglicht.

Dazu war ein unglaublicher Mut vieler Einzelner notwendig – vor allen derjenigen, die sich in oppositionellen Gesprächskreisen und Friedensgruppen – häufig unter dem Dach der Kirchen – zusammenfanden und gegen die jahrzehntelange Bevormundung aufbegehrten. Wir alle haben Demokratie und Freiheit gewonnen und genutzt. Es ist heute unsere gemeinsame Aufgabe, in Erinnerung an die Demokratisierungsbewegung von 1989 dafür zu werben, unser Land gemeinsam zu gestalten und weiterzuentwickeln.

20 Jahre nach der friedlichen Revolution sollte daran erinnert werden, dass das historisch herausragendste Ereignis nicht allein der Fall der Mauer, sondern Teil eines von vielen Menschen gestalteten Prozesses gewesen war, der Friedensgebete, Montagsdemonstrationen, Ausreisebewegung, Proteste gegen Stasi-Zentralen und politische Häftlinge sowie die Gründung oppositioneller Gruppen und Parteien und die Einrichtung Runder Tische umfasste. Allen Beteiligten, die mutig und besonnen agierten, gebührt heute unser Dank. Sie haben den Weg dafür geebnet, dass wir heute in ganz Deutschland in Frieden und Freiheit leben können. Sie haben damit nicht nur Deutschland verändert, sondern Europa insgesamt. Dieser historische Aufbruch stellt ein Weltereignis dar, das in seiner Dimension nicht in Vergessenheit geraten sollte."